Grünes Band Deutschland

Grünes Band Deutschland: Vom Todesstreifen zum größten Naturmonument

Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze befindet sich ein 50 bis 200 Meter breites und 1.400 Kilometer langes Naturschutzgebiet: Das grüne Band Deutschland.

Die Ferienwohnung Müller in Schalkau befindet sich beinahe mittendrin. In Almerswind, nur zwei Kilometer entfernt, liegt das Naturschutzgebiet mit vielen Wanderwegen. Geheimtipp: In Almerswind befindet sich die Größte Korbvase der Welt.

Görsdorf Mauer bei Schalkau

Görsdorf: Ehemaliger Todesstreifen mit Grenzmauer ist heute Naturparadies für seltene Vögel, Insekten und Fledermäuse

Mit weitläufigen Altgrasstreifen, verwunschenen Waldparadiesen und blühenden Heiden mit Feuchtgebieten und vergessenen Bachläufen gehört es heute zu den weltweit größten Naturschutzprojekten mit internationaler Bekanntheit. Hier finden sich seltene Tiere und Pfanzen, wie das Braunkehlchen, der Schwarzstorch, der Eisvogel, der Fischotter und auch der Biber.

Insbesondere in den letzten 10 Jahren wurde festgestellt, dass das grüne Band Deutschland über 130 Vogelarten zählt, wovon 59 bereits auf der roten Liste sind. Aber auch viele Libellenarten (26 auf der roten Liste) und über 600 Pflanzen (120 auf der roten Liste). Viele dieser teilweise vom Aussterben bedrohten Lebewesen haben sich in den Grenzstreifen zurückgezogen.

Naturschutzgebiet Grünes Band Deutschland

Naturschutzgebiet Grünes Band in Almerswind bei Schalkau

Nach der Wende gab es heftige Konflikte zwischen den Schützern und Nutzern des Grenzgebiets. Heute sind circa 12 Prozent des grünen Bandes zu Ackerflächen geworden und stellen somit Lücken dar. Doch dies wird immer weniger, denn die Rückwandlung findet bereits statt. Da dass grüne Band nun zu einer ganz besonderen Kategorie von Schutzgebieten gezählt wird, gilt es heute als ein nationales Naturmonument mit besonders schützenswerter Naturlandschaft. Doch auch die historische Vergangenheit der innerdeutschen Grenze verwandeln das grüne Band in eine geschichtsträchtige Erinnerungslandschaft.

Das grüne Band ist das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt und bezogen auf die Länge von 1.400 Kilometer gilt es als weltweit sogar größtes.

Video Grünes Band Deutschland in Schalkau bei Coburg

Entfernung von der Ferienwohnung Müller in Schalkau bei Coburg: 2 Kilometer

Schaumburg

Schaumberg und Burgruine Schaumburg in Schalkau

Wir waren auf der Burgruine Schalkau und haben etwas mitgebracht. Ein paar hübsche Aufnahmen aus 492 Metern Höhe auf unser Schalkau. Wer wusste, dass „die Burg“ verantwortlich dafür ist, dass unsere Stadt „Schalkau“ heißt? Und dass das fränkische Adelsgeschlecht dort wohnte? Das es dort heute eine Domäne gibt? Mehr historische Informationen im Video – mit #Ton! Viel Spaß!

Die Dienstleute und Knechte der Schaumburg wurden am Fuß des Schaumbergs angesiedelt. Man bezeichnete sie als Schalken, so dass angenommen werden kann, dass dies der Stadt den Namen „Schalkau“ gab.

Entfernung von der Ferienwohnung Müller in Schalkau: 3 km

Schaumburg-Schalkau-_-Ferienwohnung-Muller
Burgruine-Schaumburg-in-Schalkau-Ferienwohnung-Muller

Galgenberg in Schalkau

Galgenberg

Eigentlich heißt er „Georgsberg“, wird im Volksmund aber schon immer „Galgenberg“ genannt. Woher der Name kommt ist unklar, denn nachweislich hat hier nie ein Galgen gestanden noch wurden Hinrichtungen durchgeführt. Die „alte Hütte“ wurde im Jahre 1933 als Schutzhütte errichtet und gehört heute zum Kulturbund Schalkau e.V.

Noch heute findet jährlich das bliebte „Galgenbergfest“ statt, bei dem sich beinahe die gesamte Stadt und viele Menschen aus der Region treffen um bei Thüringen Bratwurst und Bier zu feiern und den herrlichen Ausblick ins Frankenland zu genießen. Außerdem ist der Galgenberg ein beliebter Treffpunkt für Wanderfreunde, die das Schaumberger Land zu Fuß erkunden.

Entfernung von der Ferienwohnung in Schalkau: 1,5 km

Schalkau und seine Geschichte

Schalkau und seine Geschichte

Im Norden reicht Schalkau mit seinen Stadtteilen bis in das Hohe Schiefergebirge mit dem eindrucksvollen Massiv des Bleßberges (867 m), im Süden grenzt Schalkau an das Coburger Land in Bayern. Schalkau, ein Städtchen im Schaumberger Land ist Ausgangspunkt eines umfangreichen Wanderwegnetzes, dessen markierte Wanderwege zu den schönsten Fleckchen des Landes führen und mit dem Fränkischen Weg, ausgehend vom Froschgrundsee, auch den geschichtsträchtigen Rennsteig erreichen. Schalkau, eine Stadt mit langer und wechselvoller Geschichte, steht mit seinen Stadtteilen auf historischem Boden. Bodenfunde wie das aus der Steinzeit stammende Hammerbeil vom Ehneser Berg belegen die 6000-jährige Siedlungsgeschichte der Region. In der späten Hallstattzeit (7.–6. Jh. v.u.Z.) wanderten von Südwesten Kelten in das südliche Vorland des Thüringer Waldes ein, die sich auch im Gebiet des Schalkauer Landes niederließen.

Das Gebiet südlich des Rennsteiges gehört zum fränkischen Sprachraum, ebenso überwiegt sowohl im Brauchtum als auch in der Volkstracht das oberfränkische Element. Eine Ansiedlung auf dem Gebiet der Stadt wird erstmals 1011 als zum Banzgau gehörig erwähnt. Die weitere Entwicklung Schalkaus ist untrennbar mit der Geschichte der Burg Schaumberg verbunden, die sich bis ins Jahr 1147 zurückverfolgen lässt. Mit der urkundlichen Erwähnung des Adelsgeschlechtes der Schaumberger 1216 auf ihrer nunmehrigen Stammburg beginnt auch die eigentliche Geschichte Schalkaus: die Dienstleute und Knechte der Burg wurden zum großen Teil am Fuß des Schaumberges angesiedelt. Seinerzeit bezeichnete man die Pferde- und Kriegsknechte als Schalken, so daß zu Recht angenommen werden kann, daß dies der Siedlung den Namen gab, zumal im Schaumberger Land auch heute noch nur von der Stadt Schalken gesprochen wird. Der Gemahl der hennebergischen Prinzessin Katharina, Markgraf Friedrich III. von Meißen, der die Pflege Koburg als Heiratsgut erhalten hatte, verlieh am 6. Dezember 1362 dem Flecken Schalkau das Stadt- und Marktrecht. Von 1353 bis 1680 war Schalkau Amtsstadt im Herzogtum Koburg, dann wechselten ständig die Landesherren, bis 1723 infolge eines damals üblichen Tauschgeschäftes Schalkau zum Herzogtum Sachsen-Meiningen kam.

Ohne Zweifel hatte Schalkau schon Mitte des 14. Jh. wirtschaftliche Bedeutung und spielte im oberen Itzgrund über Jahrhunderte eine wichtige Rolle als Zentralort für 17 Dörfer und Ansiedlungen. 1826 verlor Schalkau seinen Amtsstatus und wurde später in den Landkreis Sonneberg integriert. (Quelle: schalkau.de)

Burgruine Schaumburg in Schalkau - Ferienwohnung Muller